5. August 2021 - SG Schwalmtal

Quelle: OZ Alsfeld 05.08.2021 - Von Volker Lehr

Schwalmtals große Vorfreude auf das Derby gegen SGAES

Die SG Schwalmtal fordert im ersten Halbfinale des Fußball-Kreispokals die SGAES. Der personell gehandicapte Kreisoberligist will aber ins Finale.

ALSFELD/SCHWALMTAL - "Die Vorfreude ist groß, auf uns Schwalmtaler wartet ein geiles Spiel", blickt SGS-Trainer Daniel Schöppner auf das Kreispokal-Halbfinale gegen den Lokal-Rivalen SG Altenburg/Eudorf/Schwabenrod (Donnerstag, 19 Uhr, in Nieder-Ofleiden) und fügt an: "Die Teilnahme an der Endrunde ist für uns ein super Erfolg und keinesfalls eine Selbstverständlichkeit, die wir jedes Jahr erleben. Dementsprechend ist es für uns schön, dabei zu sein und uns jetzt dort messen zu dürfen."

Donnerstag, 19.00 UHR, in Nieder-Ofleiden
Schwalmtal - Altenburg/Eud./Schw.

Bei der SG Schwalmtal herrscht nach den beiden schwierigen Spielzeiten in der Kreisoberliga - als man jeweils beim Saison-Abbruch mehr oder weniger deutlich abgeschlagen am Tabellenende rangierte - so etwas wie Aufbruchstimmung. Das hat auch Schöppner registriert. "Nach den zwei schwierigen Jahren mit vielen Niederlagen und Rückschlägen haben uns die Tore und Erfolge in den Test- und Pokalspielen zuletzt gutgetan und uns wieder wichtiges Selbstvertrauen zurückgegeben", so der Coach. Beste Belege: Zum einen der Coup gegen Kreisoberligist Homberg/Ober-Ofleiden im Pokal, zum anderen der Gewinn des Vogelsberg-Cups vor einer Woche in Herbstein. Personell kann Schöppner zwar nicht aus dem Vollen schöpfen, kündigt aber an, mit der "bestmöglichen Formation" antreten zu wollen. "Wir haben nichts zu verlieren, wollen konzentriert, mannschaftlich und entschlossen agieren und vielleicht können wir das Spiel dann mit einer super Leistung und einem Finale krönen", so der engagierte Coach.

Dass es gegen den Nachbarn aus Altenburg, Eudorf und Schwabenrod geht, das Schwalmtal zuletzt in den direkten Duellen immer seine Grenzen aufzeigte, nimmt Schöppner als zusätzliche Motivation. "Sie werden unser Maximum fordern und uns alles abverlangen. Aber gerade diese Spiele machen den Reiz des Fußballs für uns aus. Wir wollen ihnen das Spiel so schwer wie möglich machen und unseren guten Weg der letzten Wochen weiter fortführen", gibt er seinem Team mit auf den Weg.

Bei der SG Altenburg/Eudorf/Schwabenrod freut sich Trainer Steffen Fink ebenfalls auf die Endrunde. "Eigentlich genießt der Pokal bei mir nicht einen so großen Stellenwert. Aber nach den beiden abgebrochenen Spielzeiten sieht das diesmal anders aus, zumal im Halbfinale ja das Derby gegen die SG Schwalmtal auf uns wartet. Und sollten wir dieses gewinnen, werden wir am Sonntag nicht nur aus Langeweile zum Endspiel fahren", macht auch der Ex-Neukirchener deutlich, dass sich die SGAES einiges vorgenommen hat. Zumal die Vorbereitung gut, aber auch nicht glänzend läuft. "Viele Spieler waren im Rahmen der Vorbereitung in Urlaub. Das passt mir sonst eigentlich gar nicht, aber diesmal muss man nach den ganzen Einschränkungen auch etwas mehr Verständnis dafür haben", so Fink.

Sein großer Wunsch ist ohnehin, dass er im dritten Anlauf endlich einmal eine Saison mit der Dreier-SG zu Ende spielen kann. "Das war zuletzt ja schon bitter. Da arbeitet man in der Vorbereitung, die ja nicht immer Spaß macht, hart und dann - wenn die Spiele eigentlich als Belohnung anstehen - wird abgebrochen", hofft der erfahrene Akteur diesmal auf mehr Spiele. Einzig das Verletzungspech vermiest ihm aktuell etwas die Vorfreude auf die Saison und die Pokal-Endrunde. Denn neben dem einen oder anderen Urlauber und angeschlagenen Akteur drohen der SGAES gleich drei Leistungsträger längerfristig auszufallen. Neben "Dampfmacher" Julian Kraft, dem es nach seinem schweren Arbeitsunfall zwar wieder besser geht, der aber trotzdem die ganze Saison ausfallen wird, steht auch das erhoffte Comeback von Abwehrmann Patrick Lukesch auf der Kippe und auch Dennis Koch hat Probleme, bei denen nicht abzusehen ist, wie schnell er auf das Feld zurückkommt.