31. März 2016 - Porträts & Personalien / Blick zurück

Quelle: OZ Alsfeld, 26. März 1996

Mit „Gottvertrauen" zum 90. Geburtstag

elisabeth reulSTORNDORF (aep). „Wenn man keinen Glauben hat, weiß man nicht, wo es lang gehen soll."  Diese Weisheit lernte Elisabeth Reul aus Storndorf in ihrem Leben, einem schweren Leben. Sie feierte gestern ihren 90. Geburtstag. Die ganze Schar ihrer Familie und viele Freunde aus dem Dorf kamen zu ihrem Ehrentag.

Der Glaube half ihr über zwei Weltkriege, zwei Inflationen und manchen familiären Schicksalsschlag hinweg. Als Elisabeth Reul geborene Weiß 1906 in Storndorf geboren wurde, herrschte noch Kaiser Wilhelm II. Mit ganzen zwölf Jahren hatte sie als Kindermädchen die Verantwortung für drei kleine Kinder. Nach der Konfirmation 1920 ging sie sofort in Stellung bei einem Bauern. Fortan gab es für sie „immer nur Arbeit und Gottvertrauen", erinnert die Jubilarin sich.

1928 heiratete sie den Zimmermann und Holzhauer Konrad Reul. Mit ihm zog sie vier Kinder groß. Doch der Ehemann ist bereits 1984 gestorben. Einen schweren Schlag versetzte ihr der Zweite Weltkrieg: Alle vier Brüder fielen. „Daran habe ich schwer getragen", sagt sie noch heute. Aber Elisabeth Reul, die selbständig ihren Haushalt unterhält, freut sich über ihre große Familie: Zum Gratulieren kamen ihre Kinder und zehn Enkel, brachten den ganzen „Stall" von 16 Urenkeln mit. Die Jubilarin: „Und es ist so schön, daß alle gesund sind!"

Elisabeth Reul: *25.03.1906  †06.02.2001


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