03. März 2012 - Bürgermeisterwahl 2012

Quelle: OZ Alsfeld

Timo Georg will „mit und für die Menschen" handeln

Kandidat der CDU und FWG sieht Potenzial in der Gemeinde - Neue Einnahmequellen erschließen - Ziel: Im ersten Wahlgang gewinnen

SCHWALMTAL (sgs). „Ich will mit und für die Menschen handeln", sagt Timo Georg, den der „Handlungsspielraum und die Verantwortung" eines Bürgermeisters schon immer gereizt haben. Aber: „Ohne meine Berufsausbildung hätte ich meinen Hut nicht in den Ring geworfen", macht der 35-jährige Diplom-Betriebswirt unmissverständlich deutlich.

Georg, er ist verheiratet und Vater zweier Kinder, hat gleich zwei Laufbahnausbildungen absolviert und arbeitet als Beamter bei der Deutschen Bundesbank in Frankfurt. Ohne Ver-waltungsbackground tue man sich schwer im Amt des Bürgermeisters, meint er. Zugute käme ihn zudem seine betriebswirtschaftliche Ausbildung, denn „Gemeinden müssen wie ein Unternehmen geführt werden". Timo Georg, der derzeit Ortsvorsteher in Storndorf und Fraktionsvorsitzender der FWG ist, sieht „Potenzial" in seiner Heimatgemeinde, hat aber „den Eindruck, dass Schwalmtal in den letzten Jahren abgehängt" worden ist. Da will er gegensteuern, deshalb kandidiert der 35-Jährige, der von der CDU und der FWG nominiert worden ist.

Ansetzen würde Georg im sozialen Bereich, im OZ-Gespräch fallen Stichworte wie Mehrgenerationenhaus oder Ärzteversorgung. Eventuell müsse eine Gemeinde auch „Geld in die Hand nehmen", um die ärztliche Versorgung sicherzustellen, sagt der Kandidat und kommt auf den demographischen Wandel zu sprechen. „Wenn man von Haus zu Haus geht, bekommt man den Ernst der Situation mit", resümiert er nach seinen Hausbesuchen in allen Schwalmtaler Orten. Für die älteren Bewohner müssten „optimale Bedingungen" geschaffen werden, damit sie möglichst lange in ihren Dörfern leben könnten. Georg denkt auch an „betreutes Wohnen im Kleinen", könnte sich vorstellen, dazu leer stehende Anwesen in den Ortskernen zu nutzen. „Wir müssen uns dieser Entwicklung stellen, wir können sie nicht aufhalten", macht er deutlich.

Stellen will er sich als Rathauschef auch anderen Herausforderungen: So will er die gemeindlichen Abgaben, die sich auf die Grundstücksflächen beziehen, auf den Prüfstand stellen. „Und man muss den übergeordneten Stellen sagen, wenn das so weitergeht, ist das Leben auf dem Land nicht mehr möglich." Ins Boot holen würde er auch andere Gemeinden. „Allein wird Schwalmtal nichts machen können, wir müssen gemeinsam auftreten."

Dass der Gestaltungsspielraum eines Bürgermeisters ob leerer Kassen überschaubar ist, weiß der Storndorfer Kommunalpolitiker. Wie ein „Damok-les-Schwert" schwebe die Vakuumklär-anlage Rainrod über allem. „Es besteht die Gefahr, dass die Kosten aus dem Ruder laufen. Wenn diese Kosten eine Million höher ausfallen, bricht das der Gemeinde das Genick", findet Georg deutliche Worte. Vor diesem Hintergrund müssten denn auch die großen Kostenblöcke im Haushalt überprüft werden. Notwendige' Maßnahmen müssten umgesetzt werden, Luxussanierungen im Abwasserbereich dürfe es nicht geben.

Gleichzeitig würde sich Georg dafür einsetzen, die Einnahmesituation zu verbessern: Er würde für den Gewerbestandort Schwalmtal werben und kann sich vorstellen, Einnahmequellen im Bereich der Energiegewinnung zu erschließen.

Timo Georg hat noch viele Ideen, die er umsetzen würde. Er rechnet sich durchaus gute Chancen ein, dass ihm das auch gelingen wird. „Ich bin angetreten, um Bürgermeister zu werden. Ich möchte die Bürger so überzeugen, dass ich im ersten Wahlgang die Wahl gewinne", sagt der Storndorfer, der als Bürgermeister auch eine Mehrheit im Parlament hätte. Auch das sieht er als Vorteil an: „Wir haben als Gemeinde keine Zeit mehr für lange Mehrheitsfindung", sagt der Kandidat, der sich eine überparteiliche Zusammenarbeit wünscht.


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