22. Februar 2012 - Bürgermeisterwahl 2012

Quelle: OZ Alsfeld

„Große Visionen helfen nicht, muss im Kleinen anfangen"

SPD-Kandidat Jürgen Steuernagel lädt zu „Zukunftsdialogen" ein

juergen_steuernagel_zukunftsdialog_energie(sgs). Gerade ist er aus Köln zurückgekommen, ein paar Stunden später geht es zu wichtigen Verhandlungen nach Berlin und zwischendurch um die Frage, wie Kindergärten und Grundschulen im Schwalmtal auch in Zukunft bestehen können. SPD-Kandidat Jürgen Steuernagel hat derzeit keine freie Minute, beruflich ist er gerade jetzt - mitten im Wahlkampf - besonders gefordert.

 Zeit für Hausbesuche, wie sie seine beiden Kontrahenten absolvieren, hat er nicht, dafür hat er ein anderes Forum gefunden, um mit den Schwalmtalern ins Gespräch zu kommen: Der Sozialdemokrat lädt die verschiedensten Gruppen zu seinen sogenannten „Zukunftsdialogen" ein. Mal sind es die Vertreter der Schule, mal der Sportvereine oder der Kirchen, mal sind es die Landfrauen oder die Ortsbeiräte, mit denen sich Steuernagel Gedanken über die Zukunft der Gemeinde macht. „Zuhören - Austauschen - Verstehen" ist an solchen Abenden sein Motto und dabei tritt der 46-Jährige keineswegs als großer Visionär auf, sondern sucht gemeinsam mit den einzelnen Gruppen nach Lösungen, die die Gemeinde weiterbringen. „Man muss im Kleinen anfangen, große Visionen helfen nicht", ist er überzeugt. Deutlich wird bei diesem Ansatz: Steuernagel will die Bürger „mit ins Boot holen", er will Lösungen mit ihnen gemeinsam erarbeiten und in kleinen - auch kostengünstigen - Schritten umsetzen. Das trifft für die Zusammenarbeit zwischen Schule und Kindergarten und den Erhalt der Standorte genauso zu wie für Energiepolitik, Seniorenarbeit oder Gewerbeförderung.

Bei seinen Zukunftsdialogen spricht Steuernagel die an, die sich sowieso schon ehrenamtlich engagieren. Als Multiplikatoren sollen sie seine Ideen weitertragen. Kurz stellt er sich vor an diesen Abenden, dann erzählt er von seinen Vorstellungen, die er als Bürgermeister gerne umsetzen würde und auch dabei betont er immer wieder, dass vieles nur geht, „wenn man sich an einen Tisch setzt und redet". So will er es auch in den parlamentarischen Gremien halten, in denen die SPD nicht mehr die Mehrheit hat. Aber: Als Bürgermeister will Steuernagel, der wie er sagt, „ganz gut mit den Fraktionsvorsitzenden kann", dafür eintreten, dass man „sachlich aufeinander zugeht".

„Man muss das Parlament überzeugen, dass man zusammenarbeiten muss. Jürgen wird es vielleicht schaffen, weil er auf die Leute zugehen kann", attestiert ihm schließlich ein SPD-Mann aus dem Publikum.


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