12. Dezember 2020 - Gemeindevertretung Schwalmtal

Quelle: OZ Alsfeld 12.12.2020

Glasfaser bis ins Haus

Die TNG Stadtnetz möchte nun auch die Gemeinde Schwalmtal mit schnellem Internet ausbauen

STORNDORF (cdc). Jetzt wirbt das Kieler Unternehmen auch in der Gemeinde Schwalmtal mit Glasfaseranschlüssen bis ins Haus. Am Donnerstagabend stellte Martin Stadi das Projekt im Rahmen der Gemeindevertretersitzung im Dorfgemeinschaftshaus in Storndorf vor.

Das Unternehmen habe sich vorgenommen, den kompletten Vogelsbergkreis auszubauen. Nach den bislang erfolgreich angestoßenen Pilotprojekten in den Nachbarkommunen Grebenau und Romrod sowie in Gemünden und zahlreichen Kommunen im Hohen Vogelsberg, folge mit Schwalmtal jetzt ein weiterer Schritt. Obwohl Schwalmtal bereits sehr gut mit schnellem Internet versorgt sei, wolle man die Glasfaser in die Haushalte bringen, um langfristige Versorgungsund Zukunftssicherheit zu gewährleisten. Er informierte, dass das Unternehmen jetzt mit dem Ausbau in Grebenau anfange. Direkt danach würden Romrod und Teile Alsfelds erschlossen. In diesem Zuge könnte Schwalmtal direkt mit ausgebaut werden. Die Anschlüsse auf den ersten 20 Metern bis ins Haus erfolgten dabei kostenlos. Allerdings könne das Unternehmen aus wirtschaftlichen Gründen nur dann tätig werden, wenn eine Zeichnung von 40 Prozent aller Haushalte erzielt werde. Diese laufe ab sofort bis Ende März. Aufgrund der Corona-Pandemie stellte Stadi jedoch eine Verlängerung der Zeichnungsfrist in Aussicht. Auf Nachfrage aus dem Plenum konkretisierte er, dass die Zeichnung auch für einzelne Ortsteile gelten könne. Ziel sei jedoch erstmal die komplette Kommune. „Wer keine Glasfaser bis ins Haus bekommt, wird irgendwann abgehängt. Glasfaser ist die einzige zukunftssichere Lösung“, sagte Stadi.

Die heute vielfach bestehenden Vectoring-Lösungen reichten von: der Bandbreite in wenigen Jahren nicht mehr aus. Darüber hinaus stellte er den Haushalten in Aussicht, die in der Vergangenheit während Straßenbaumaßnahmen bereits für Leerrohre bei der Gemeinde gezahlt hätten, diese Anschlusskosten im Nachhinein zu übernehmen. Das sei bereits mit der Gemeinde so abgesprochen, damit wirklich für niemanden Erschließungskosten anfallen. Außerdem sei klar geregelt, dass bei bereits bestehenden Verträgen mit anderen Anbietern keine zusätzlichen Kosten anfallen. „Wir springen in der Zwischenzeit umsonst ein und buchen erst ab, wenn der alte Vertrag ausgelaufen ist“, so Stadi.

Normalerweise würde das Unternehmen jetzt direkt in die Vermarktungsphase gehen und vor Ort zahlreiche Infoveranstaltungen anbieten. Das sei aufgrund der Corona-Maßnahmen aber derzeit nicht möglich. Das Unternehmen hoffe, ab Februar vor Ort informieren zu können. Stattdessen gebe es solange immer mittwochs und donnerstags Live-Vorträge im Internet auf der Homepage der TNG. Diese würden nach einer kurzen Weihnachtspause ab dem 6. Januar regelmäßig angeboten.

Bürgermeister Timo Georg (parteilos) erinnerte daran, wie der Glasfaserausbau in den vergangenen zehn Jahren im Vogelsbergkreis nur schleppend verlaufen sei. Es sei nicht seine Aufgabe, ein Privatunternehmen zu unterstützen. Allerdings gehe es hier um eine Infrastrukturmaßnahme, von der die Gemeinde über sehr viele Jahre hinweg profitieren könne. Daher unterstütze er das Ansinnen des Unternehmens. „Bürgermeister, Ortsbeiräte und Vereinsvertreter sollten sich alle gemeinsam die Frage stellen, inwiefern sie das Projekt unterstützen müssen. Egal ob die TNG einmal verkauft wird, oder was auch immer geschieht. Die Glasfaser bleibt im Boden“, sagte Georg.


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