8. März 2020 - Gemeindevertretung Schwalmtal

Quelle: OZ Alsfeld 06.03.2020

Auf Weg zur Umweltgemeinde

Schwalmtal beschließt Beitritt zu Klimakommunen Hessen / Zukunftsherausforderungen meistern

STORNDORF (cdc). Die Gemeinde Schwalmtal will zur sogenannten Klimakommune werden. Das beschlossen die Gemeindevertreter am Donnerstagabend in Storndorf einstimmig. Selbiges gilt für die Verbandskommunen Grebenau, Feldatal und Romrod, informierte Bürgermeister Timo Georg (parteilos).

Mit dem Beitritt verpflichtet sich die Gemeinde Schwalmtal auf der Grundlage einer CO,-Bilanz, Aktionspläne mit Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu erstellen und diese zu verwirklichen.

Georg erklärte, dass es beim Klimaschutz um ein Thema mit großer Tragweite gehe. „Im Rahmen unserer Möglichkeiten müssen wir mitarbeiten und gegensteuern“, betonte der Rathauschef. Als kleine Kommune mit nur rund 3000 Einwohnern und als Gemeindeverwaltungsverband mit knapp 10000 Einwohnern sei der Einfluss zwar nur sehr begrenzt, aber das Land Hessen fördere die Umsetzung entsprechender Maßnahmen mit bis zu 90 Prozent. Daher müsse die Gemeinde CO,. Einsparungen nachweisen, um in den Genuss der Förderung zu kommen. Dazu müsse eine Liste aufgestellt werden, was in den vergangenen Jahren bereits umgesetzt wurde. Vieles sei ohnehin in den vergangenen Jahren sowohl aus wirtschaftlichen Gründen als auch wegen des Klimaschutzes auf den Weg gebracht worden.

Der Vogelsbergkreis habe vor einiger Zeit ein sogenanntes integriertes Klimaschutzkonzept erstellt. Das sei damals zwar interessant, aber wenig greifbar gewesen. Jetzt stelle sich aber heraus, dass man darauf zurückgreifen könne.

Um einmal ein konkretes Beispiel zu nennen, eigne sich das Thema Klärschlamm. Dieser werde derzeit über weite Strecken transportiert, um ihn fachgerecht zu entsorgen. Wenn eine entsprechende Anlage vor Ort gebaut werde, werde automatisch eingespart (die Gemeinde befindet sich derzeit in Gesprächen mit Anrainer-Kommunen und prüft verschiedene Möglichkeiten).

Artur Koch (Bürgerliste) ergänzte, dass mit den verschärften Richtlinien im Bereich Kläranlagen große Herausforderung in Zukunft auf die Gemeinde zukommen werden. Daher sei der Beitritt zu Klimakommunen Hessen ein Schritt in die richtige Richtung. Bereits jetzt müsse überlegt werden, ob sich die Gemeinde zwei Kläranlagen leisten könne und müsse sich entsprechend vorbereiten. Harald Nahrgang (SPD) sah bei einem Beitritt nur Vorteile. Es koste nichts und im Gegenzug könne man bei entsprechenden Projekten auf 90 Prozent Förderung hoffen.


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