25. August 2019 - Gemeindevertretung Schwalmtal

Quelle: OZ Alsfeld 24.08.2019

Giftige Stauden entfernt

RAINROD - (cdc). Die Errichtung eines neuen Funkmastes, ein „unmoralisches“ Angebot eines Windkraftprojektierers oder die Entfernung gefährlicher Pflanzen. Während der ersten Sitzung der Schwalmtaler Gemeindevertreter nach der Sommerpause hatte Schwalmtals Bürgermeister Timo Gerog (parteilos) einiges und zum Teil skurriles zu berichten.

So habe ein Windkraftprojektierer der Gemeinde das Angebot unterbreitet, für die Kommune die Anwaltskosten übernehmen zu wollen. „Das hat der Gemeindevorstand abgelehnt. Ich lasse das einfach einmal unkommentiert so stehen“, informierte Georg.

Mobilfunkempfang

Um den Mobilfunkempfang in der Gemeinde zu verbessern, sei ein neuer Funkmast im Gespräch, der die Ortschaften Hergersdorf, Brauerschwend, Unter- und Ober-Sorg, Renzendorf und Hopfgarten abdecken soll. Als möglicher Standort komme der sogenannte „Galgenköppel“ zwischen Hergersdorf und Brauerschwend infrage. Die Gemeinde habe aber auch noch zwei bis weitere Grundstücke in Aussicht gestellt bekommen. Ziel sei den Mobilfunkmast möglichst weit weg von der Wohnbebauung zu errichten. „Dass gerade in Brauerschwend der Mobilfunkempfang schlecht ist, dürfte bekannt sein“, führte Georg aus.

Bärenklau

Die Gemeinde Schwalmtal hat gemeinsam mit der Mitteldeutschen Hartsteinindustrie (MHI) auf einer Fläche von etwas 100 Quadratmetern Bärenklau entfernt. Dabei handele es sich um eine giftige Staudenart, die für Menschen gefährlich werden könne. Sie habe sich in unmittelbarer Nähe eines gemeindlichen Feldwegs auf einer größeren Fläche extrem ausgebreitet. Daher seien die Pflanzen in einer größeren Aktion inklusive Wurzeln vernichtet worden, um den erneuten Austrieb des Bärenklaus zu verhindern.

Sportplatz Hopfgarten

Weil der Mietvertrag mit dem SV Hopfgarten zum Ende des Jahres ausläuft, habe es auf dem Sportgelände einen Vororttermin gegeben. Wie es mit dem Gelände weiter geht, sei noch nicht absehbar. Zunächst müssten noch baurechtliche Dinge geklärt werden, wie die Immobilie weiter genutzt werden könne. Die Gemeinde sei offen für Vorschläge aus der Bevölkerung.

Klärschlamm

Das Thema Klärschlamm beschäftige nicht nur die Gemeinde Schwalmtal und sei ein Riesenthema, seitdem Kommunen ihn nicht mehr ausbringen dürften. Zur Zeit wird der Klärschlamm nach Schlitz gebracht, ab kommenden Jahr kann er wieder nach Lauterbach gebracht werden. Dort soll mit Bundesfördermitteln ein Faulturm gebaut werden, sodass dort langfristig Klärschlamm entsorgt und damit Energie gewonnen werden könnte. Dennoch prüfe die Gemeinde Schwalmtal eine weitere Option. Die Kommunen Mücke, Ulrichstein, Feldatal und Gemünden prüfen den interkommunalen Bau einer sogenannten Vererdungsanlage in Schellnhausen. Die Gemeinde Schwalmtal werde nach der wirtschaftlichsten Lösung suchen.

Mikroplastik

Darüber hinaus habe sich der Gemeindevorstand mit dem Thema Mikroplastik auf dem Kunstrasen in Brauerschwend beschäftigt. Der Ausgang sei aber noch völlig offen und man warte auf neue Informationen bezüglich der Rechtssprechung der Europäischen Union.

Dialog-Display

Die Gemeinde bekommt ein kostenloses  vom Verkehrsministerium, ADAC und Verkehrswacht zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um einen Smiley, der dem Autofahrer anzeigt, ob er zu schnell oder vernünftig durch die Ortschaft fährt. Das Display habe einen Wert von 1500 Euro. Wo das Gerät einmal aufgestellt werden soll, ist noch nicht entschieden.


Zusätzliche Informationen

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Datenschutzerklärung Bin einverstanden Ablehnen