31. August 2020 - Ev. Kindergarten Storndorf

Alter Bauwagen auf „großer Reise“

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Lange stand er im Kugelberg auf seinem Platz, der Waldbauwagen des Ev. Kindergartens „Haus der kleinen Füße“. Renate Jöckel hatte ihn vor über 20 Jahren als Projektarbeit im Rahmen ihrer Ausbildung zur Erzieherin gemeinsam mit Eltern dort positioniert, eingerichtet und bemalt. Nun sollte er auf seine „alten Tage“ versetzt werden, denn der jetzige „Kindergartenwald“ war ein Teil des zum Flora-Fauna-Habitat (FFH) erklärten Waldgebietes geworden.

 Da in einem FFH-Gebiet der natürliche Lebensraum der Pflanzen und Tiere erhalten werden soll und keine Eingriffe durch Waldarbeiten erwünscht sind, war die Sicherheit der Kinder in diesem Bestand mit alten Buchen nicht mehr gesichert.

Gemeinsam mit dem Forstamt Romrod vertreten durch Herrn Lorenz und Herrn Heyar wurde nach einem Ersatzgelände gesucht. Ca. 100 m vom alten Waldplatz entfernt , auf der anderen Seite des Weges, in einem jungen Baumbestand, fand man einen geeigneten Platz.

Jetzt stellte sich die große Frage, ob und wenn, wie man den Bauwagen auf das neue Areal bringen könnte. Die Räder und Stützen waren eingewachsen, das Gelände unwegsam und es war fraglich, ob der in die Jahre gekommene Veteran diesen Transport überlebt.

Dieter Merschrod und Ernst Richtberg nahmen sich des Problems an. Sie sicherten den Wagen mit Spanngurten, gruben die Räder aus und machten die Stützen mit Rostlöser gängig. Dann wurde der Traktor vorgespannt und das Abenteuer quer durch den Wald begann. Ganz behutsam und langsam umfuhren die beiden erfahrenen Waldarbeiter Bäume, Wurzeln und Unebenheiten.

Es war schon ein tolles Bild, wie der bunte Wagen aus den Zweigen auftauchte und vorsichtig seinen Platz im neuen „Kindergartenwald“ einnahm.
Diesen neuen Platz müssen sich die Kinder und Erzieherinnen nun erst einmal erobern. Vielleicht wieder ein Waldsofa und Zelt aus Zweigen einrichten. Es gibt also viel zu tun für die kleinen Waldarbeiter. Wenn man auch sehr traurig war, dass man den alten Platz verlassen musste, bietet der neue Ort viele Entwicklungsmöglichkeiten und einen neuen Gestaltungsraum.

Wichtig ist, dass der „Zwergenbauwagen“ als Mittelpunkt des Areals seinen Platz gefunden hat und dies machten Dieter Merschrod und Ernst Richtberg möglich. Nachdem dann Uwe Merschrod auch noch die von Unbekannten zerstörte Glasscheibe in der Tür ersetzt hat, kann es wieder losgehen mit den Waldtagen am Freitag und der Waldwoche für die Vorschulkinder.

Hiltrud Georg

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