19. Juni 2019 - Cornelia-Funke-Schule

Quelle: OZ Alsfeld 19.06.2019

Beide Seiten profitieren

Kooperationsvertrag zwische Schule und Verein

kooperation
Den „Nachmittagsunterricht“ übernimmt der ortsansässige Sportverein. Foto: Buchhammer

BRAUERSCHWEND - (lb). Der Ball ist rund – Fußball-Schule an der Cornelia-Funke-Schule in Brauerschwend: Schon mehr als zehn Jahre besteht zwischen dem TV Brauerschwend und der örtlichen Grundschule ein Kooperationsvertrag zur sportlichen Förderung der Erst- bis Viertklässler in der Sportart Fußball. Als Trainer steht von Beginn an DFB-Stützpunkttrainer Günther Stiebig tatkräftig zur Seite, für den Bereich der Schule ist Sportlehrer Jochen Külper der direkte Ansprechpartner für die Kicker und ihre Eltern.

Auf dem Kunstrasenplatz am umliegenden Multifunktionsplatz bei der Schule: Zehn Jungen gehen im Rahmen des Schulprogramms „Pakt für den Nachmittag“ nach der stärkenden Mittagspause zunächst in die schuleigene Turnhalle zum Umziehen. Danach mit Sportschuhen, Trikots und kurzer Hose wieder heraus, ziehen mit Stiebig, mehrere bunte Markierungshütchen und ein Netz voller Fußbälle auf den Platz und legen los. Die Jungs haben Spaß daran und bleiben am Ball.

Beim genaueren Hinschauen fällt schon ein ganz besonderes Merkmal auf: Entgegen der oftmals unter Kindern angewandten Taktik – untereinander zuerst die Sportskanonen herauspicken – stehen alle Jungen auf dem Rasenplatz in einer Reihe, keiner wird bevorzugt, und allesamt werden gleich gefordert und gefördert, sodass auch die Schwächeren einen neuen Zugang zum Sport und zur Bewegung erhalten. Die wenigsten Schüler der Runde spielen übrigens in einem Verein, gemeinsam lernen sie von der Pike auf die Fußballregeln von Stiebig.

„Genaugenommen sind wir in Sachen Sportförderung bereits seit 2008 gemeinsam unterwegs“, gewähren zeitgleich Schulleiterin Anita Müller-Schulz, Sportlehrer Jochen Külper sowie Iris Lerch und Alexander Walder vom ansässigen Turnverein nähere Einsichten in die vorgestellte Nachwuchsarbeit mit Win-Win-Situation für beide Seiten.

Die Folgen des demografischen Wandels und auch die Einführung von Ganztagsschulen machten es Vereinen schwer, Nachwuchskräfte zu finden. Durch die Kooperation aber konnte in Brauerschwend eine Brücke gebaut werden zwischen der Schule und dem Sportverein – zur Förderung des sportlichen Angebots und einer gesundheitsbewussteren Lebensweise über den Schulsportunterricht hinaus. „Für uns als Schule ist es einfach eine tolle Sache, wenn ansässige Vereine und externe Institutionen oder Fachkräfte mit ihren Impulsen das AG-Angebot tatkräftig unterstützen“, freut sich die Schulleiterin der zertifizierten „Bewegten Schule“ über das außerschulische geregelte Engagement der Fußballer.

Darüber hinaus würden zweifelsohne Sozialkompetenzen wie „Teamgeist“ und „Empathie“ der Schüler genauso gefördert wie der Selbstwert der eigenen Persönlichkeit. Die Schüler seien regelmäßig im Training und steigerten deutlich sichtbar ihre Kondition und Leistungen.

Und auch das Vereinsleben des TV Brauerschwend könne durchaus auf lange Sicht von den Früchten der langjährigen Arbeit profitieren, da die Schwalmtaler Kinder auf diese Weise schon früh mit den Aktivitäten des Vereins in Berührung kommen, mitunter als Talent entdeckt und gefördert werden können.

Neben den Kooperationspartnern und dem DFB werde die Fußballförderung seit dem Jahr 2017 auch vom Sportkreis Vogelsbergkreis unterstützt, nachdem sich das Land Hessen „mangels Masse“ zurückgezogen hatte. Damit konnte die Fußball-AG an der Grundschule Schwalmtal fortgeführt werden. Der Vertrag laufe noch ein Jahr. Zum Start ins Schuljahr 2020/21 aber müsse neu entschieden werden.


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