8. Juli 2018 - Ortsgeschehen

Quelle: OZ Alsfeld, 07.07.2018

Ortsdurchfahrt Storndorf nach mehreren Bauabschnitten freigegeben

l

Vertreter der Gemeinde, der Polizei, vom Ingenieurbüro, der ausführenden Straßenbaufirma und der Fachbehörde geben die Ortsdurchfahrt von Storndorf für den Verkehr frei. Foto: Buchhammer

STORNDORF - (lb). Feststimmung in Storndorf: Nach vier Jahren Bauzeit ist die grunderneuerte Ortsdurchfahrt am Freitag im Beisein vieler Bürger und geladener Gäste offiziell für den Verkehr freigegeben worden. Eng rückten die Menschen in der Dorfmitte am Dorfgemeinschaftshaus zusammen, um die Einweihung der Fahrbahn gebührend zu feiern.

Vier Jahre Bauphase, in der sich alle Beteiligten auf besondere Weise begegneten. Sowohl die Zusammenarbeit zwischen den politischen Entscheidungsträgern, Fachbehörden, Bauhof, Ingenieurbüro und ausführender Tiefbaufirma als auch die Akzeptanz und Zustimmung der Anliegerhaushalte haben reihum einen bleibenden Eindruck hinterlassen. "Das war eine der wenigen, sehr angenehmen Baustellen. Alle waren bemüht, schnell und effizient die bestmögliche Lösung zu finden. Und die Bürger waren einfach Spitze und versorgten uns im Winter sogar mit heißem Tee", brachten Manfred Ott von der Baufirma Caspar, Klaus Jäckel vom Ingenieurbüro Zick-Hessler sowie Thomas Merle von Hessen Mobil zum Ausdruck.

"Es ist vollbracht. Es sind keine Sperrschilder mehr in Storndorf. Wir haben freie Fahrt auf der neuen Fahrbahn. Und wir können stolz sein auf das, was hier geleistet wurde, denn es war - für unsere Gemeinde Schwalmtal - ein Riesenprojekt", eröffnete Schwalmtals Bürgermeister Timo Georg die Freigabe des letzten Bauabschnittes "Meicheser Straße", nachdem die Bauabschnitte "Windhäuser Straße" und "Vadenröder Straße" bereits fertiggestellt wurden. Das Land Hessen habe die Landesstraße grundhaft erneuert, derweil die Gemeinde mit Landesförderung und Anliegerbeiträgen die Gehwege habe neu machen können. Gleichzeitig wurden Lehrrohre für Breitbandkabel verlegt, die Wasserleitung vollständig modernisiert und das Kanalnetz in Teilbereichen komplett aufgefrischt oder saniert. Insgesamt wurden von der Gemeinde 2,7 Millionen Euro investiert, wovon eine gute Million wieder durch Anliegerbeiträge, Landesförderung und Anschlusskosten zurückfließen. Summa summarum mit den Mitteln des Landes wurden demnach vor Ort gut fünf Millionen Euro verbaut. "Das ist eine echte Hausnummer", sagte Georg.

Die Sanierungsarbeiten brachten auch Überraschungen zutage. Hier brachten sie eine alte hölzerne Wasserleitung zum Vorschein, da ermöglichten sie die Errichtung eines Aussichtshügels. Eines Nachts lockte die Baustelle sogar ein paar fleißige Heinzelmännchen an, die mit ordentlich Tatendrang und einer Sackkarre eine Menge Pflastersteine abtransportierten und die freie Fläche mit privatem Bauschutt "aufhübschten". Findige Zeitgenossen entdeckten wiederum plötzlich "neue" uralte Risse an Grundstücken und Gebäuden und wandten sich vertrauensvoll an die "Chefs der Baustelle" zur Schadensregulierung. Und selbst an baustellenlastige Erinnerungsfotos von Rasern wurde in Storndorf gedacht - nur dumm, dass es dabei denjenigen erwischte, der offenkundig die Beschwerde eingereicht hatte, ließen Anekdoten zur Baumaßnahme tief blicken.

"Die Straßenbauer haben Wort gehalten. Ich glaube, bei Ihnen neben Freude und Zufriedenheit auch ein bisschen Erleichterung festzustellen, dass die Bauarbeiten nun zu Ende sind", knüpfte Ulrich Hansel seine Ansprache an. Ausführlich berichtete der regionale Bevollmächtigte von Hessen Mobil für Mittelhessen von den einzelnen Erneuerungen. Im Rahmen einer Gemeinschaftsmaßnahme vom Land Hessen mit der Gemeinde Schwalmtal wurde die überwiegend 6,10 Meter breite Fahrbahn in der Ortsdurchfahrt auf fünf Meter eingeengt.

Im Auftrag der Gemeinde Schwalmtal erfolgte neben der Erneuerung der Gehwege und Sanierungen der Kanalisation und Wasserversorgung auch ein Umbau der Bushaltestellen. Rund 10 300 Kubikmeter Boden wurden bewegt, 2000 Meter Sicker- und Rohrleitungen sowie 3100 Meter Kabel- und Lehrrohre verlegt. Etwa 1950 Meter Tief- und Rundbordsteine mussten gesetzt werden, 6600 Quadratmeter Asphalttrag- und deckschichten wurden eingebaut und etwa 3700 Quadratmeter Betonpflaster im Bereich der Gehwege und Mischflächen verlegt.

 


Zusätzliche Informationen

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Datenschutzerklärung Bin einverstanden Ablehnen